
Typisches Gespräch: „Was machst Du?“ „Ich lege Schallplatten auf.“ „Ah, Du bist DJ!“ „Nein, ein DJ ist einer hinter dem Laptop, der Songs manipuliert. Ich manipuliere nicht, ich lege einfach eine gute Platte nach der anderen auf.“ „Äh, ja. Und was legst Du auf?“ „Gute Musik.“ „Ja aber welches Genre? Elektro?“ „Auch, wenn er gut ist. Denn es gibt nur 2 Arten von Musik: gute und schlechte. Okay, von Heavy Metal und Techno verstehe ich nichts.“
Und so ist es nicht verwunderlich, dass mancher verwundert ist, dass ich im Q auflege. Der Hochburg des rauen und ungeschliffenen. Aber Hey… ich habe 1978 meine erste Punksingle gekauft („God save the Queen“ von den Pistols) und habe mir mal die Haare blondiert und monatelang eine fiese Fresse hingezogen. Und: ich stehe auf Krach. Also auf guten Krach.
So ein wenig von dem Zeugs habe ich ja hin und wieder in der Bar Chérie losgeschossen, in der Kalle ab und an ganz privat verweilt. Und als er dann lächelnd zu meinen Platten im Takt den Kopf nickte, haute ich ihn an, ob es nicht mal Zeit wäre, bei ihm aufzulegen. Und da sagt der Kalle einfach ja und der Deal war perfekt.
Aber nur die ollen Punksingles rausziehen ist mir dann doch zu einfach. Denn die reine Lehre ist öde. Deshalb wird es einiges an NoWave, rauen Disco und Powerpop und obskures Zeugs und peinlichen Smash-Hits geben. Hauptsache hochenergetisch. Hauptsache keine Gefangene!
