Jim O’Rourke – Eureka

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Das Intro wirkt wie blindes Tasten. Diese gezupften Gitarrenlaute, die in Blubern enden. Dann eine Telefonstimme, die große Distanz hörbar macht. Ich denke an Electric Light Orchestras Telephone Line, die einen ähnlichen Effekt und ähnliche Worte Jahre zuvor nutzten. Doch schnell ist die Stimme ganz nah, ganz intim erzählend (wie auch bei den schon genannten ELO). Die Gitarre wird weiter gezupft, im Hintergrund Töne, die oszilieren, als ob man sie durch einen Weltempfänger hört.

Ich kenne den Text nicht und verstehe nur Bruchstücke wie „while you’re sitting on your ass“ und „a sea don’t make a tree“, was eher noch mehr verwirrt, da sie so im Kontrapunkt zur Musik stehen. Die Gitarre zupft, die Hintergrundtöne oszilieren weiter, da treten Blechbläser dazu. Sie erinnern mich an Turmbläser, wie ich sie in meiner Kindheit manchmal hörte. Die Hintergrundtöne beginnen zu taumeln, die Bläser verschwimmen in einem Meer an Hall, alles gerinnt zu einer Erinnerung, zu etwas Teilhaftigen. Alles geht unter in der Zeit und im Raum. Alles scheint gleichzeitig an einen Ort stattzufinden. Dieses Lied sollte als Skulptur in einem Museum stehen.

PS: Ich hörte in der Nachbearbeitung Electric Light Orchestra und „Telephone Line“ nochmals an. Der Song ist zu stark, um ihn nicht doch nochmals hier zu dropen.

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PPS: Jetzt hat mich ELO fest im Griff. Sorry, so läuft das manchmal mit den Spuren und den Zielen. ELO nahmen Out of the Blue in München auf und Jeff Lynot (?) nahm kräftig Gebrauch von den dort ansäßigen Streichern und Chören.

https://youtu.be/bjPqsDU0j2I

PPPS: Was uns zu Air bringt, selbstredend. Hör Dir das an. Klar ist das Kitsch, aber großartiger Kitsch. Die beiden Jungs haben sich da wirklich in die Höhle des Kaninchens gewagt und überlebten es gutgelaunt.

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Metronomy – English Riviera / We broke free

Die grauen Wolken heute Morgen ziehen weiter und geben etwas Hoffnung auf einen blauen Himmel und Sonne. Es ist Aschermittwoch und Menschen diskutieren, ob sie 40 Tage lang Plastikfasten werden. In meinen Kopf drehen sich Tears for Fears Sätze „When people running circles it’s a very very mad world“. Wer ißt Plastik? Oder weniger zynisch: warum nur 40 Tage auf Plastik verzichten?
„Sometimes i feel so low“ ist dann der andere Satz (dieses Mal von Japan), der in meinem Hirn wandert. Der Alltag, die Tristess, die Ansprüche und Hoffnungen… Ein scheinbar ewiger Widerstreit. Aber es gibt ein Entkommen aus dem Zirkelkreis der doofen Gedanken und Gefühle. Es gibt die Möglichkeit, sich aus dem Schlamm drögen Denkens zu ziehen. Ich lasse mich nach oben fallen…

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Mel Tormé

Unfassbar, was für ein großartiger Sänger und Entertainer dieser Mel Tormé war. Sänger wie dieser werden heute nicht mehr gebaut. Dabei war er ursprünglich Schlagzeuger. Damned!

https://youtu.be/zPou_i2plhQ

Rosenmontag

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Rosenmontags lege ich im Miss Moneypenny inzwischen schon traditionell 6 Stunden lang auf. Dazu nehme ich meinen Singlekoffer ungeprüft mit. Heute waren 2 Traumtänzer zugegen, die sich stundenlang zu meist ruhigeren Soulnummern bewegten. Singleauflegen ist für mich eigentlich die Königsform. Singles sind auf den Punkt: in 3,5 Minuten ist meist alles erzählt und dann kommt die nächste Kurze. Das ergibt einen ganz anderen Vibe bei der Arbeit: Pinkeln gehen will da konzentriert und zügig vollzogen sein, sonst ist DJ Auslaufrille am Werk. Zudem schwankt der Sound mitunter abenteuerlich. Neuere Scheiben sind druckvoll produziert und sauber gepresst und zudem eben meist neu. Dagegen dann Scheiben aus den 60ern: Die Cover zerrieben und angerissen, die Oberflächen meist stumpf und eher grau, der Klang verrauscht bis zerkratzt. Aber das ist dann auch meist dem ernsthaft feiernden Publikum egal. Es zählt der Song und was er mitbringt.

https://youtu.be/mkBS4zUjJZo

The Hives – Die allright

Hives helfen bei Frust. Lass es raus.

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Peitschenmucke

Sehr übernächtigt schreibe ich diese Zeilen. Die Vinylpredigten und das Hasenlabor strengen mich neben dem Hobby Kellnern, welches mir die Miete zahlt, ganz schön an. Aber ich will die Restenergie nutzen, um hier meinen Wunsch zu entsprechen, jeden Tag etwas zu hinterlassen. Insofern ohne großes Blabla Shit Robot aus dem feinen Hause dfa-records aus New York. Und eine Zugabe von Hell.

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https://youtu.be/1VECMnmpDZw

Specks auf Mixcloud

Warum nicht mal einen Mix von mir anbiedern? Nachfolgend ein Produkt des Sommers letzten Jahres mit dem sinnigen Namen sommer zwanzigsiebzehn.

Viel Freude beim Lauschen.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.mixcloud.com zu laden.

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Nerdwriter – Ein Youtube-Kanal

Mind is not a thing, but a process. Das ist so ein Satz, wie Nerdwriter ihn gerne fallen lässt. Nerdwriter ist ein Typ, der mit Film zu tun hatte und auch Musik macht. Seine bis zu 10-minütigen Filmchen sind Essays über alles mögliche von der Sprache Donald Trumps über eine Velasquez-Bildbetrachtung bis zum Musikeinsatz bei Marvel-Filmen. Er kann es und das unterhaltsam und hübsch. Er klappert von Kurosawa bis Kubrick die Filmklassiker ab und macht sich Gedanken über den Bader-Meinhof-Effekt.

Nachfolgend ein aktuelles Beispiel: eine Meditation über Film anhand Arrival. Wieder mal gute Beobachtungen schön präsentiert. Achtung, Spoileralarm. Aber das macht einen guten Film wie Arrival nicht kaputt. Meine Empfehlung.

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Curtis Mayfield – Here But I’m Gone

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Oh meine Güte. Ich höre den Track zum ersten Mal und bekomme Gänsehaut und die Tränen sind auch bereit, die Kanäle zu verlassen. Was für ein Song, was für ein Vermächtnis. Curtis Mayfield, -zigfacher Vater, Hymnenlieferant für die Bürgerrechtsbewegung der 60er, Autor und Sänger von Superfly, Move on Up und drölfhundertvierzehn anderen Monumenten des Souls, der von einem Scheinwerfer auf der Bühne getroffen und seitdem vom Hals abwärts gelähmt war, singt hier. Es stammt von seiner letzten Scheibe „New World Order“. Was für ein großartiger Mensch das doch war.

Ned Doheny – Get It Up For Love

Ja, ich hatte erst kürzlich Ned Doheny mit To Prove My Love, aber es wäre ein Verbrechen, diesen Song nicht zu posten. Get It Up For Love beginnt hippieverkifft wie ein Alan Parson, richtet sich dann aber zu einem so etwas von entspannten  Downbeat-Mellow-schmooven Groover auf. Kein Wunder wird die gute Compilation Too slow to Disco damit eröffnet. Das Klingeln von Eiswürfeln im langen Glas machen sich gut dazu und eine pralle Sonne hilft dabei sehr.

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